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Friedrich Schiedel Literaturpreis der Stadt Bad Wurzach/Allgäu
 
 
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Der Preis
Der Preis ist mit 10.000,-- Euro dotiert.
Der Friedrich-Schiedel-Literaturpreis der Stadt Bad Wurzach wird alle zwei Jahre in geraden Kalenderjahren vergeben. Über die Vergabe des Preises entscheidet eine unabhängige sechsköpfige Jury. Vorschlagsberechtigt sind ausschließlich die Mitglieder der Jury. Von außen an die Jury herangetragene Vorschläge können, sofern sie schriftlich mit ausreichender angemessener Begründung vorliegen, in die Vorschlagsliste aufgenommen werden. Ein Anspruch darauf besteht nicht. Eigenbewerbungen sind ausgeschlossen. Die Jury ist durch die Auswahl der Preisträger und deren Bücher bestrebt, sowohl in ausgewogener Weise dem Anliegen des Stifters und Initiators des Literaturpreises zu entsprechen, als auch durch ausführliche Begründungen ihre Entscheidungen transparent zu machen.
 
Anfänge und Anliegen des Preises
Am 11. Juli 1981 trug Senator e. h. Friedrich Schiedel seiner Heimatstadt, Bad Wurzach, erstmals mündlich an, ihr einen Literaturpreis stiften zu wollen, dessen Vergabe allerdings nicht auf Autorinnen oder Autoren des oberschwäbischen Raumes eingeengt werden, sondern Historiker und Schriftsteller des gesamten deutschsprachigen Raumes erfassen sollte. Dieses Vorhaben nahm im Jahre 1982 erste Konturen an. An den Verhandlungen nahm auch Professor Dr. Dr. Störig, sein Freund und Weggefährte, teil. Während sich Senator e. h. Schiedel als Initiator und Stifter des Preises verstand, erwies sich Professor Störig (langjähriges Mitglied der Jury) als der belebende und befruchtende Geist, so dass er mit Fug und Recht als der Spiritus rector des Preises bezeichnet werden darf.
 

 
Senator e. h. Schiedel wollte jedoch nicht den erfreulich vielen Literaturpreisen in der Bundesrepublik Deutschland einen weiteren hinzuzufügen. Der mit seinem Namen verknüpfte Preis sollte vielmehr ein unverwechselbares Profil haben.
Sein Anliegen war es, einen Preis für Geschichtsschreibung in literarisch wertvoller Form auszuloben. Die literarische Dimension sollte gleichgewichtig stehen neben dem Erinnern, Erzählen und Bewahren geschichtlicher Ereignisse und Tatbestände, denn Geschichte als ein unser gegenwärtiges Denken und Handeln befruchtendes Element wird nur lebendig durch die Sprache. Geschichtliche Vorgänge und Tatbestände objektiv und unverfälscht, zugleich aber mit hoher Erzählkunst und sprachlicher Eleganz einem breiten Leserkreis zu vermitteln, das lag dem Initiator und Stifter besonders am Herzen. Joachim Fest, der spätere Preisträger für das Jahr 1996, unterstreicht in seinem Buch "Aufgehobene Vergangenheit", der Blick in die jüngere Vergangenheit lehre, "dass nichts so viel Unglück, so viel Terror und Schrecken heraufbeschworen hat, wie falsches historisches Bewusstsein". Mit dem Friedrich-Schiedel-Literaturpreis der Stadt Bad Wurzach werden daher Autorinnen und Autoren ausgezeichnet, die Geschichte und Sprache meisterhaft miteinander verknüpfen und Geschichte historisch unverfälscht einem großen Leserkreis nahe bringen, sei es als Sachbuch oder Roman.
 
Die Kriterien der Preisvergabe wurden in der Satzung für den "Friedrich-Schiedel-Literaturpreis der Stadt Bad Wurzach" vom 26. Mai 1983 wie folgt festgeschrieben:
"Der Preis wird vergeben an einen lebenden Autor oder eine lebende Autorin deutscher Muttersprache für ein in deutscher Sprache verfasstes Buch.
Das Buch soll einen engen Bezug zur Geschichte des deutschen Volks- und Sprachraums der Geschichte etwa von 1715 bis zur Gegenwart haben. Es soll diesen Zeitraum oder einen Abschnitt daraus einem breiten Leserkreis auf der Grundlage des tatsächlichen historischen Geschehens menschlich bewegend und in würdiger, literarisch wertvoller Form nahe bringen, sei es als Sachbuch, sei es als historischer Roman. Das Erscheinen des Buches soll nicht länger als 15 Jahre vor dem Jahr der Preisverleihung liegen. Es darf die geschichtlichen Tatbestände nicht verfälschen."
 

Diese Kombination von Geschichte und Literatur habe ihn fasziniert, so der Preisträger für das Jahr 1985, Golo Mann. Er bestätigte dem Initiator und Stifter, dass sich der Preis dadurch in bemerkenswerter Weise von anderen Literaturpreisen abhebe. In der Tat: Alle Preisträger konnten sich mit diesem Anliegen des Preises identifizieren. Bedeutende und angesehene Historiker sowie Schriftsteller haben als Preisträger dem Preis Gewicht verliehen und mit der Annahme des Preises auch dazu beigetragen, diesem hohes Ansehen zu verschaffen.
 
Senator e. h. Schiedel hat in den ersten Jahren des Bestehens des Preises als Vorsitzender der Jury ganz wesentlich die Auswahl der Preisträger beeinflusst und damit auch, so sein Nachfolger im Amt, Alois Graf von Waldburg-Zeil, die Richtung für die künftige Arbeit der Jury vorgegeben. Diesem Vermächtnis fühlen sich die Juroren verpflichtet. Der Preis erweist sich inzwischen als ein kultureller Glücksfall sowohl für die Stadt Bad Wurzach als auch für den Landkreis Ravensburg.

Die Organe der Stiftung
Der Vorstand:
Vorsitzender ist der jeweilige Bürgermeister der Stadt Bad Wurzach,
derzeit Bürgermeister Roland Bürkle
Der Beirat:
Vorsitzender ist der jeweilige 1. Bürgermeisterstellvertreter,
derzeit Stadtrat Klaus Schütt
Die Jury:
Rechtsanwalt Dietrich von Buttlar, München (Vorsitzender)
Prof. Dr. Walter Bernhart, Graz
Herr Michael Krüger, München
Bürgermeister a.D. Helmuth Morczinietz, Bad Wurzach
Dr. Ute Schmidt-Berger, Bad Salzschlirf/Fulda
Prof. Dr. Joachim Scholtyseck, Bonn
 
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