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Friedrich Schiedel Literaturpreis der Stadt Bad Wurzach/Allgäu
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1983
Sebastian Haffner
für sein Buch "Anmerkungen zu Hitler"

Laudator: Prof. Dr. Andreas Hillgruber
Autor der nachstehenden Verleihungsurkunde: Prof. Dr. Dr. Joachim Störig

Das Buch erfüllt in hervorragender Weise die Bedingungen der Preisvergabe: Es bringt die entscheidende Epoche der neueren deutschen Geschichte auf der Grundlage des tatsächlichen Geschehens in knapper und prägnanter Form mit bemerkenswerter Objektivität einem großen Leserkreis nahe.

Angesichts der Tatsache, dass auch kommende Generationen sich immer erneut mit dem Phänomen Hitler und seinen schicksalhaften Folgen für Deutschland und die Welt werden auseinandersetzen müssen, stellt dieses meisterhafte Werk geradezu einen Glücksfall dar. Lapidar und mit größter Einbündigkeit fasst es das Wesentliche der Person und des Geschehens zusammen. Obwohl überzeugter Gegner Hitlers und Emigrant, lässt Haffner den Deutschen, die nach Versailles und Weltwirtschaftskrise glaubten, Hitler folgen zu können, Gerechtigkeit widerfahren.

Kurzbiographie

Sebastian Haffner, geb. am 27. Dezember 1907 in Berlin, heißt eigentlich Raimund Prezel. Er war ein deutscher Publizist, promovierter Jurist, emigrierte gemeinsam mit seiner jüdischen Verlobten 1938 nach London, um dort als Schriftsteller zu arbeiten. Um seine in Deutschland verbliebene Familie nicht zu gefährden, legte er sich das Pseudonym Sebastian Haffner zu. Von 1954-1961 war er Deutschlandkorrespondent der Londoner Sonntagszeitung "The Observer". Er schrieb für "Die Welt" bis 1962, danach bis 1975 Kolumnist beim "Stern". Haffner war Dauergast im berühmten internationalen Frühschoppen von Werner Höfer. Er starb am 02. Januar 1999.

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